home

Die liturgischen Farben und ihre Bedeutung

Die Farbsymbolik hat für die Menschen immer schon eine Rolle gespielt. Eine erste liturgische Farbordnung gab es schon im 13. Jahrhundert. Ein verpflichtender Farbkanon besteht seit dem Trienter Missale. Das II. Vatikanische Konzil hat den Farbkanon neu geregelt.

Farben

In der kirchlichen Symbolsprache steht Weiß für Freude, Rot für Liebe und Blutzeugnis, Grün für Hoffnung, Violett für Buße und Schwarz für Trauer.

a) Weiß: für Stundengebet und Messfeier in der Oster- und Weihnachtszeit; an den Festen und Gedenktagen des Herrn mit Ausnahme solcher seines Leidens ; an den Festen und Gedenktagen der Jungfrau Maria, der Engel, der Heiligen, die nicht Märtyrer sind; am den Festen Allerheiligen, Johannes des Täufers, Johannes des Evangelisten, Kathedra Petri (22. Februar) und Pauli Bekehrung (25. Januar).

 

 

 

b) Rot: für Palmsonntag und Karfreitag, an Pfingsten, an den Feiern des Leidens Christi, an den Festen der Apostel und Evangelisten und an den Feiern der Märtyrer.

 

 

 

 

c) Grün: für Stundengebet und Messfeier in der Zeit im Jahreskreis.

 

 

 

 

  

d) Violett: für Advent und Fastenzeit. Man kann Violett auch bei der Liturgie für Verstorbene, zum Chorgebet und zur Messe verwenden.

 

 

 

 

e) Schwarz: kann bei der Liturgie für Verstorbene verwendet werden.

 

 

 

 

 

f) Rosa: kann an Gaudete (3. Adventssonntag) und Laetare (4. Fastensonntag) verwendet werden.

 

 

 

 

 

Das Schultertuch

Für das Schultertuch kennt man auch die Bezeichnung Humerale und Amikt.
In der Regel ist es ein Leinentuch in der Größe von 60X80 cm; an den Seiten sind zwei Stoffbänder befestigt. Das Schultertuch wird unter der Albe getragen. Es schont das Messgewand vor Schweiß.

Die Albe

Die Albe ist ein hemdartiges, weißes, fußlanges (Unter-)Gewand aus Leinen oder anderen weißen Stoffen. Das Zingulum
Mit dem Zingulum wird die Albe gebunden. Meist hat das Zingulum die Form eines Stricks oder aber die eines Gürtels.

Die Stola

Wie das Pallium Amtszeichen des Papstes und der residierenden Erzbischöfe ist, so ist die Stola das Amtszeichen für Bischöfe, Priester und Diakone. Bischof und Priester tragen die Stola so, dass sie vom Nacken über die Brust herabhängt, während der Diakon sie als Schärpe trägt.
Der Priester trägt sie bei allen Amtshandlungen: Eucharistiefeier, Sakramentenspendung, Weihen und Segnungen, bei der Predigt, dem Begräbnis usw.
Die Stola wird über dem Chorrock getragen. Messgewandstolen trägt der Priester meist unter der Casel.

Das Messgewand (die Casel)

Die lateinische Bezeichnung für Messgewand ist Casula = kleines Häuschen. Sie ist aus dem altrömischen Wetterumhang hervorgegangen. Das Messgewand hebt den Priester als Vorsteher der Gemeinde bei der Eucharistiefeier besonders hervor und trägt zur Feierlichkeit des Gottesdienstes bei.

Der Chorrock

Den Chorrock tragen alle Priester und Diakone außerhalb der Messe bei der Sakramentenspendung und anderen gottesdienstlichen Handlungen. Zum Chorrock wird der schwarze Talar als Unterkleidung getragen.

Der Rauchmantel oder Chormantel

Der Rauchmantel wird auch Vespermantel oder Pluviale genannt. Es handelt sich um einen fußlangen Festmantel, der bei Prozessionen, feierlichen Vespern, beim eucharistischen Segen und bei feierlichen Weihen getragen wird. Der Farbkanon gilt auch für den Gebrauch des Rauchmantels. Das Schulter- oder Segensvelum Das Schultervelum ist ein 2-3 m langes und ca. 60 cm breites Tuch, das Priester oder Diakon über der Schulter tragen und mit dessen Enden sie (durch eine Tasche hindurch) heilige Geräte anfassen. Es wird vor der Brust mit Schließen gehalten. Gebraucht wird es für den eucharistischen Segen, bei Prozessionen mit der Monstranz oder dem Ziborium (z.B. bei der Übertragung des Ziboriums am Gründonnerstag zu einem Seitenaltar).